Hieronymus Immergrün

Buchautor

Hieronymus Immergrün

Exposé zum „Hausarrest im Schneckenhaus“

Exposé zum „Hausarrest im Schneckenhaus“
Reportagen aus der Chefetage.

Als Jahrgang 1949, wuchs ich im damals tief katholisch gläubigen, geografisch möchte man jedoch sagen, damals gottverlassen abgelegenen Herzen Nachkriegs-Oberschwabens zweisprachig auf: Rhetorisch im Hochdeutschen und mental im Schwäbischen. Nach Wirtschaftsschule, einer gärtnerischen und einer kaufmännischen Ausbildung im Saatgutgroßhandel wurde ich Juniorpartner im elterlichen Unternehmen. Als Kofferträger der Chefetage lernte ich die Anwendung der filigranen kaufmännischen Kniffe zunächst aus der zweiten Reihe heraus kennen. Eines Montagmorgens, nach einem Herzinfarkt des Seniors, gab der Allmächtige da oben das Kommando zum „go ahead“ zur Unternehmensführung.

Auf diesen vielfältigen Wegen scheint es mir gelungen zu sein, die Herzen vieler Menschen zu öffnen, die in mir einen Beichtvater sahen. Daraus ist meine virtuose Geschichte entstanden, in der ich meine Leser bis zum letzten Satz auf eine spannende Erzählungsreise mitnehme. Ereignisse, die lange nachwirken: Ironien des Schicksals - unter dem Titel „Hausarrest im Schneckenhaus“.

Ich erzähle Ihnen von Menschen, Gärten und dem beherrschenden Faktor Zeit, den der Mensch einst erfunden hat und von dem er sich seither bevormunden lässt. Auch ich habe mich ihm unterworfen. Ich versuchte mich der Gängelei zu entziehen: Ich lasse Geburtstage ausfallen und unternehme einen Fluchtversuch an einen Traumstrand in der Karibik. Ich beschäftige mich mit Alltagsbeobachtungen und Seelenmassagen, Wortspielereien und Gleichnissen aus der Natur. Die Neugier von mir auf meine Mitmenschen treibt mich an und zeitigt eigenwillige, sensible, zuweilen auch spitzzüngige Bilder und literarische Blüten. Ausschnitte aus einem anderen Leben und das historische Wissen dazu, Aphorismen und Zweideutigkeiten mit der Rationalität einer leidenschaftlichen sprachlichen Verknappung die Bände spricht - das erwartet Sie in meinem Buch. Selbst Allgemeinplätze können Lesezwang auslösen.

 

 

 

 

Zum Inhalt der Ereignisse:

Prolog: Der „Rote Boskoop“ – der Mensch reift wie ein Apfel.

  • 1. Klassentreffen, Kleingeld, Kaugummi und Kondome
  • 2. Der Geburtstagsmuffel – durchlebt schwierige Geburtstagsvorbereitungen, schwierige Geburtstagsgäste und Geburtstage zum Vergessen.
  • 3. Der Gmeundseber – eine oberschwäbische Dorfposse aus einer vergangenen, aber noch erlebten Zeit.
  • 4. Hausarrest im Schneckenhaus – die Überreaktionen eines Ruheständlers, dessen Gemüsegarten von Feinden heimgesucht wird.
  • 5. Verkümmernde Wurzeln – der geschwisterliche Zusammenprall, der bei Kriegsende im frisch geteilten Deutschland beginnt und in der Zeit, lange nach der Wende und der Wiedervereinigung endet. Bewegende Briefe Familienangehöriger aus Ost und West mit zeitgeschichtlichen Erlebnissen, wie die Weltpolitik das persönliche Leben prägte.
  • 6. Lichtjahre und Sekundenschlaf – die Wanderung über entstehendes Zeitgefühl, über vergeudete Zeiten bis zur Zeitlosigkeit im Alter.
  • 7. Das Federnlassen – Erklärung des Begriffes „Sandwich-Position“ über den Umweg einer Jubiläumsansprache.
  • 8. Traumstrände und die Kubakrise – Flucht an den Rand der Welt, aber das Schicksal holt jeden ein.